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18.11.2020 | Ausbildung | Nachrichten

Generalistische Ausbildung: Alles anders – alles besser?

Am 1. Januar 2020 ging die generalistische Pflegeausbildung an den Start. Seitdem sammeln die Pflegeschulen erste Erfahrungen. Wird nun alles besser? Die beiden Pflegepädagoginnen Christine Vogler und Anke Jakobs ziehen Bilanz.

Am 1. Januar 2020 trat des Pflegeberufegesetz (PflBG) in Kraft. Parallel zur ersten Corona-Welle begannen im März die ersten Ausbildungskurse. Kein leichter Start für die neue Pflegeausbildung, die als Hoffnungsträgerin eines ganzen Berufsstandes fungiert. Christine Vogler und Anke Jakobs sind beide langjährige Umsetzerinnen der Pflegeausbildung. In der aktuellen Ausgabe der PflegeZeitschrift blicken die beiden Pflegepädagoginnen zurück auf die vergangenen Monate und skizzieren die Herausforderungen für das kommende Jahr.

Lehrermangel gefährdet Ausbildungsplätze

Nach jahrelangem Ringen über die Gestalt einer neuen Pflegeausbildung, versuchen nun zahlreiche Experten auf bundes- und kommunalpolitischer Ebene die Strukturen für die Umsetzung der neuen Ausbildung zu schaffen. Die Aufgaben sind komplex. Vieles ist dank des Einsatzes Vieler sehr gut gestartet, konnten Jakobs und Vogler feststellen. Doch am Ende liege das Gelingen daran, dass die Lehrenden und Praxisanleitenden jede Unterstützung bekommen, die notwendig ist. Die beiden Autorinnen sehen auch weiter viele Herausforderungen: Es fehlen Lehrende. Und zwar nicht nur ein paar, sondern viele. Schon jetzt. Und in den kommenden Jahren werden auch noch die Babyboomer in Rente gehen. In der Zukunft könnte das bedeuten, dass Schulen ihre Ausbildungskapazitäten nicht bereitstellen können, weil Lehrende fehlen. Das führt zu solchen Merkwürdigkeiten, dass Bundesländer mal eben per Landesgesetz den im PflBG vorgeschrieben Lehrenden-Lernenden-Schlüssel erhöhen und gleichzeitig die geforderten Qualifikationen der Lehrenden mit zehnjährigen Übergangsfristen absenken (DVO-PflBG NRW). Aber ist das die Lösung? Sollten nicht vielmehr berufsbegleitende staatliche Studienplätze in Pädagogik und Gesundheitswissenschaften ausgebaut werden? Denn eine dauerhafte Absenkung von Lehrerqualifikationen bildet nicht die Wertigkeit dieses Berufs ab.

Eine weitere Bedrohung der Ausbildungsplätze liegt in den gesteigerten Mieten für Schulen, die perspektivisch in Schulschließungen münden. Hier müssen dringend bundesweite Lösungen entwickelt werden. (jb)

Die Erfahrungen aus Sicht der praktischen Ausbildung sowie den vollständigen Beitrag können Sie in der Dezember-Ausgabe der PflegeZeitschrift nachlesen.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.12.2020 | Pflege Pädagogik | Ausgabe 12/2020 Zur Zeit gratis

Generalistische Ausbildung: Ein Jahr "neue Pflege"

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