Mehr Unterstützung für Pflege-Azubis Brandenburg führt sozialpädagogische Begleitung ein
- 11.11.2025
- Ausbildung
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Ab Januar sollen Sozialpädagogen dafür sorgen, dass Pflege-Azubis bei Problemen in der Ausbildung Unterstützung erhalten. Damit will das Land aktiv etwas gegen Ausbildungsabbrüche unternehmen
Begleitgespräche können dazu beitragen, Probleme und Überforderung in der Ausbildung zu überwinden.
Brandenburg führt zum 1. Januar 2026 eine sozialpädagogische Begleitung und Beratung an Pflege- und Gesundheitsschulen ein. Dann wird eine Änderung der „Verordnung über die staatliche Anerkennung von Schulen für Gesundheitsberufe“ wirksam. Laut Sozialministerium können Schulen für bis zu 120 Schülerinnen und Schüler eine Vollzeitstelle zur sozialpädagogischen Begleitung und Beratung einrichten. Auch Teilzeitstellen sind möglich. Bislang gab es ein solches Unterstützungsangebot nur für Auszubildende in der Altenpflegehilfe.
Aktiv gegen Ausbildungsabbrüche
„Unser Ziel ist es, die Abbrecherquote an den Pflege- und Gesundheitsfachschulen zu senken“, erklärte Gesundheits- und Sozialministerin Britta Müller (BSW). Die Auszubildenden seien meist hochmotiviert. Allerdings verlangten ihnen die Anforderungen in der Ausbildung und die Praxiseinsätze viel ab. „Wir sorgen jetzt dafür, dass qualifizierte Fachkräfte bereitstehen, Azubis helfen, sie begleiten und neu motivieren können.“ Damit tue das Land aktiv etwas Ausbildungsabbrüche und für die Fachkräftesicherung.
Nach Angaben des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg hat sich im Bundesland die Zahl der Auszubildenden in der Gesundheits- und Pflegebranche in den letzten 25 Jahren nahezu verdoppelt. Im Ausbildungsjahr 2024/2025 waren es insgesamt 6.210 Auszubildende, davon allein 4.492 Azubis in Pflegeberufen. Allerdings wird gleichzeitig eine hohe Abbrecherquote verzeichnet. Sie lag in den Pflege- und Gesundheitsberufen zuletzt bei knapp einem Drittel. (ne)