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09.10.2019 | Arbeitsfelder | Nachrichten

Fast jeder Zweite arbeitet nur Teilzeit

Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten ist in den Gesundheitsberufen überdurchschnittlich hoch.

So arbeiteten im Juni 2018 von den 1,06 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Berufsgruppe der Gesundheits- und Krankenpflege, der Rettungsdienste und der Geburtshilfe 56,5 Prozent in Vollzeit. Weitere 48 000 Menschen waren nur geringfügig beschäftigt.

Bei den Altenpflegern üben von 583 000 lediglich 43,9 Prozent eine Vollzeittätigkeit aus. 35 000 Menschen sind in dieser Berufsgruppe geringfügig tätig. Das geht aus der Antwort der Regierung auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion hervor.

Die Zahlen stammen aus der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Im bundesweiten Durchschnitt aller Berufe liegt die Teilzeitquote nach Angaben des Statistischen Bundesamts lediglich bei 28,8 Prozent. Wobei Frauen mit 47,9 Prozent deutlich häufiger in Teilzeit arbeiten als Männer. Hier liegt die Quote lediglich bei 11,2 Prozent.

23.000 Leiharbeiter

Große Unterschiede gibt es in der Bezahlung bei den Gesundheitsberufen. So lag das mittlere Bruttoarbeitsentgelt eines Vollzeitangestellten in der Gesundheits- und Krankenpflege, in der Geburtshilfe und im Rettungsdienst 2018 bei 3392 Euro. Altenpfleger erzielten dagegen lediglich ein mittleres Einkommen von 2645 Euro.

Laut Beschäftigungsstatistik waren in der Berufsgruppe der Gesundheits- und Krankenpflege, der Rettungsdienste sowie der Geburtshilfe im vergangenen Jahr 23 000 Menschen als Leiharbeitskräfte tätig. Das waren 2,1 Prozent aller Beschäftigten.

In der Altenpflege arbeiteten 13 000 Menschen auf Leihbasis. Ein Anteil von zwei Prozent. Als Selbstständige beschäftigt waren etwa 22 000 Gesundheits- und Krankenpfleger sowie rund 8000 Menschen in der Altenpflege.

24.000 freie Stellen in der Altenpflege

Laut Arbeitsmarktstatistik waren bei der Bundesagentur im vergangenen Jahr 16 000 Stellen im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege, der Geburtshilfe und des Rettungsdienstes registriert. Dem standen 23 000 Menschen gegenüber, die eine Arbeit suchten. Von ihnen waren allerdings nur 11 000 Personen arbeitslos gemeldet.

In der Altenpflege waren 24 000 zu besetzende Stellen registriert. Arbeitssuchend hatten sich in dieser Berufsgruppe 63 000 Personen gemeldet, von denen aber nur 31 000 als arbeitslos in der Statistik geführt wurden. (chb)