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12.09.2018 | Originalien

App-basierte Systeme zur Ersthelferalarmierung

Stand der Verbreitung in Deutschland, Evidenz und Herausforderungen bei der Einführung

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin
Autoren:
Benedict Gross, Florian Schanderl, Nele Staedt, Christian Elsner
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Die Online-Version dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s10049-018-0518-4) enthält das Flussdiagramm des Fragebogens für die Online-Umfrage. Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf http://​www.​springermedizin.​de/​notfall-und-rettungsmedizin zur Verfügung. Sie finden das Zusatzmaterial am Beitragsende unter „Supplementary Material“.

Zusammenfassung

Hintergrund

Beim Kreislaufstillstand hat das therapiefreie Intervall kritische Auswirkung auf das Outcome. Beginnen Ersthelfer mit der Reanimation, überbrückt das die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und verbessert die Prognose für den Patienten deutlich. Fast die gesamte Bevölkerung nutzt heute ein Smartphone; das bedeutet auch neue Möglichkeiten für die Aktivierung von freiwilligen Ersthelfern.

Ziel der Arbeit

Mehrere Initiativen in Deutschland beschäftigen sich derzeit mit der Einführung von Systemen zur Alarmierung von Ersthelfern per Smartphone-App. Diese Untersuchung erhebt einen Status Quo der Einführung und den Erfahrungen dabei: Wie verbreitet sind die Systeme in Deutschland aktuell? Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Einführung?

Material und Methoden

Es konnten die Kontaktdaten von 217 aktuell im Betrieb befindlichen Rettungsleitstellen in Deutschland recherchiert werden. Diese wurden zu einer Onlinebefragung eingeladen, daran anschließend wurden qualitative Interviews zur Vertiefung geführt.

Ergebnisse

Die Rücklaufquote des Online-Fragebogens lag bei 37,79 % (n = 82); 10 vertiefende Interviews wurden durchgeführt. Es konnten 31 Leitstellen in Deutschland identifiziert werden, die sich aktuell konkret mit App-basierten Alarmierungssystemen beschäftigen. Stand Januar 2018 können 12 davon als bereits aktive Systeme kategorisiert werden, 11 als in Planung und 8 weitere in einem frühen Stadium der Planung bzw. Systemauswahl.

Diskussion

In der Literatur gibt es evidente Hinweise auf den Nutzen von Ersthelferalarmierungssystemen zur Verkürzung des therapiefreien Intervalls. In Deutschland beschäftigen sich aktuell mehrere Leitstellen mit der Einführung von solchen Systemen; einige haben diese schon vollzogen. Die dabei zu meisternden Herausforderungen und Bedenken scheinen bei allen Projekten ähnlich und wiederkehrend zu sein. Die bereits im Betrieb befindlichen Initiativen zeigen, dass die Hürden grundsätzlich überwindbar sind.

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Zusatzmaterial
ESM-Abb. 1 Fragebogendesign für Online-Umfrage
10049_2018_518_MOESM1_ESM.pdf
Literatur
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