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01.12.2015 | Originalien | Ausgabe 8/2015

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 8/2015

Analyse des Umgangs älterer Internetnutzer mit unerwarteten Situationen

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 8/2015
Autoren:
Marten Haesner, Anika Steinert, Julie Lorraine O’Sullivan, Elisabeth Steinhagen-Thiessen

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Internetnutzung älterer Menschen nimmt zwar stetig zu, jedoch gibt es noch große Unterschiede zur Internetnutzung durch die Jüngeren, die den neuen Medien offener gegenüberstehen. Studien zeigen, dass die Angst vor Computern die Internetnutzung negativ beeinflusst. Es ist jedoch nicht bekannt, wie Senioren mit Computer- und Internetproblemen umgehen und welche Problemlösungsstrategien sie anwenden.

Ziel der Arbeit

Das Verhalten älterer Menschen in unerwarteten Situationen während der Nutzung eines Internetportals sollte analysiert werden, um festzustellen, ob ältere Nutzer die damit verbundenen Aufgaben selbstständig lösen können und welche konkreten individuellen Reaktionen (Mimik + Gestik) sie während der Interaktion zeigen.

Material und Methoden

In einer klinischen Studie mit 50 Probanden im Alter über 60 Jahre wurden verschiedene typische Schwierigkeiten bei der Bedienung von Internetplattformen simuliert und das Nutzungsverhalten mithilfe von „Logging“-Daten, videographischen Methoden und der subjektiven Wahrnehmung der Probanden analysiert.

Ergebnisse

Die Probanden hatten große Schwierigkeiten bei der selbstständigen Bearbeitung der Aufgaben, und einige Aufgaben wurden durch die Nutzer abgebrochen. Insgesamt wurde eine starke Konzentration der Probanden beobachtet, gegensätzlich zur subjektiven Wahrnehmung der Senioren. Bei der Aufgabenbewältigung fanden sich keine Unterschiede zwischen Senioren mit und ohne kognitive Beeinträchtigungen.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse zeigen die Schwierigkeit von Senioren, mit unerwarteten Ereignissen während der Internetnutzung umzugehen. Es gilt in der Entwicklung von Internetseiten für unerfahrene Senioren, auf eine einfache Integration aller Funktionen zu achten. Funktionen, die Multitasking-Fähigkeiten benötigen, sollten vermieden werden.

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Literatur
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