Schmerz – eine Herausforderung
Informationen für Betroffene und Angehörige – Offizielle Informationsschrift mehrerer Schmerzgesellschaften
- 2016
- Anästhesie- und Intensivpflege
- Buch
- Herausgegeben von
- Hans-Günter Nobis
- Roman Rolke
- Toni Graf-Baumann
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
Über dieses Buch
An diesem Ratgeber haben über 40 Schmerzexperten mit über 50 Beiträgen zum Thema Schmerz mitgewirkt. Dieses Buch informiert Betroffene aus erster Hand über ihre Schmerzerkrankung und hilft ihnen, sich gezielt professionelle Unterstützung zu suchen. Der leicht verständliche Text erklärt beispielsweise wie chronische Schmerzen entstehen, wie sie diagnostiziert werden und welche Behandlungsmöglichkeiten es heutzutage gibt.
So versteht der Betroffene die bio-psycho-sozialen Zusammenhänge von Schmerz aus Sicht der aktuellen Schmerzmedizin und –psychologie. Dies schafft die Voraussetzung, die Schmerzbehandlung motiviert und eigenverantwortlich mitzugestalten.
Die 2. Auflage wurde grundlegend aktualisiert und um aktuelle Themen wie „Schmerz und Partnerschaft“, „Patienten-Selbsthilfe“ sowie um das Kapitel „Ergänzende Methoden in der Schmerztherapie“ (Imagination, Feldenkrais, Musiktherapie) erweitert.
Rückmeldungen von Lesern:
„Ich habe lange nach einem Buch gesucht, das mit einfachen Worten, für Laien geeignet, Schmerzzustände erklärt. Es ist wichtig, dass die Familie endlich versteht wie es ist, den ganzen Tag Schmerzen zu haben.“
„Endlich ein Buch, das weiterhilft und einen Überblick verschafft!“
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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1. Herausforderung Schmerz
Hans-Günter Nobis, Roman RolkeZusammenfassungWie häufig kommen chronischen Schmerzen vor, welche volkswirtschaftlichen Kosten zieht die Erkrankung nach sich, und unter welchen sozialen Problemen leidet der Betroffene? Über diese Fragestellungen wird ein Einblick in die moderne Schmerztherapie gegeben, und die physiologischen Vorgänge beim Schmerzgeschehen werden erklärt. Die Definitionen von akutem und chronischem Schmerz und deren Ursachen sowie die Darstellung von Zusammenhängen zwischen Schmerz und Psyche runden das Kapitel ab. -
2. Schmerzerkrankungen
Martin von Wachter, Herta Flor, Doreen Pfau, Frauke Musial, Charly Gaul, Arne May, Günther Fritsche, Stefan Wirz, Michael Pfingsten, Roman RolkeZusammenfassungIn diesem Kapitel werden alle gängigen Schmerzerkrankungen beschrieben, deren Vorkommen, die diagnostische Abklärung durch den Arzt, die Ursachen und die Möglichkeiten der Behandlung, die je nach Schmerz sehr unterschiedlich sein können. Neben den häufigsten Schmerzerkrankungen wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Migräne sowie Nervenschmerzen wird auch auf seltenere Erkrankungen wie Phantomschmerz, Tumorschmerz, Magen-Darm-Schmerzen, Fibromyalgie-Syndrom, somatoforme Schmerzstörungen und den Mund- und Gesichtsschmerz mit seinen speziellen Formen, z.B. Trigeminusneuralgie und craniomandibuläre Dysfunktion, eingegangen. Gleichzeitig werden auch spezielle Fragestellungen aufgegriffen wie: Machen Opioide süchtig? Sind Schmerzspritzen ein unabwendbares Übel? Kann ein Tumorschmerz auch nach der Heilung eines Tumors fortbestehen? -
3. Besonderheiten bei Schmerz
Heinz-Dieter Basler, Hans-Günter Nobis, Jürgen Wild, Michael Dobe, Esther Pogatzki-ZahnZusammenfassungBei schlechtem Schlaf kann am Folgetag die Schmerzempfindlichkeit gesteigert sein. Umgekehrt können Schmerzen zu gestörtem Schlaf führen. Auch das Alter kann die Schmerzempfindlichkeit verändern. Bei Kindern und Jugendlichen finden sich am häufigsten Kopfschmerzen, die in Zusammenhang mit Belastungen in Schule und Familie stehen können. Im Alter treten chronische Schmerzen in den Vordergrund. Können sie z.B. aufgrund von Demenz nicht in Worten geäußert werden, sollte u.a. auf Gesichtsausdruck oder Körpersprache geachtet werden. Die Behandlung mit Schmerzmedikamenten ist im Alter schwierig, weil oft verschiedene Medikamente gleichzeitig eingenommen und Wechselwirkungen beachtet werden müssen. Auch das Geschlecht verändert die Wahrnehmung von Schmerzen. Frauen sind schmerzempfindlicher als Männer und viele chronische Schmerzerkrankungen kommen häufiger bei Frauen vor. Schmerz stellt auch eine Herausforderung in der Partnerschaft dar. Gespräche und gegenseitiges Verständnis sind wichtige Bausteine für eine gute Beziehung. -
4. Schmerzdiagnostik
Wolfgang Richter, Rainer Freynhagen, Raimond Hoche, Christian Geber, Roman RolkeZusammenfassungDieses Kapitel beschreibt die Notwendigkeit einer ausführlichen Erhebung der Entwicklung, Art, Lokalisation und Schwere des akuten und des chronischen Schmerzes. Dabei wird die Nutzung von Schmerzfragebögen erläutert, mit deren Hilfe Schmerzstärke und Schmerzempfindlichkeit gemessen werden. Wie sinnvoll und hilfreich es für Patienten wie für den Arzt ist, ein Schmerztagebuch zu führen, wird ebenso erklärt. -
5. Schmerztherapie
Dominik Irnich, Claudia Borrmann, Hans-Günter Nobis, Thomas Menge, Peter Kropp, Ralph Windwehe, Gideon Franck, Monika Hasenbring, Bernhard Klasen, Axel Schäfer, Dagmar Seeger, Ralph Spintge, Thilo Wagner, Anke Pielsticker, Ralf Baron, Markus Klein, Hans-Joachim Hoff, Kay NiemierZusammenfassungIn diesem Kapitel werden alle gängigen Methoden der Schmerztherapie beschrieben, angefangen mit der medikamentösen Therapie. Spezielle Medikamente gegen Nervenschmerzen, Möglichkeiten der invasiven Schmerztherapie und die neurochirurgische Schmerzbehandlung werden beschrieben und durch Hinweise auf Schmerzschrittmacher ergänzt. Auf die Einsatzmöglichkeiten von Akupunktur, Manueller Therapie und Physiotherapie wird eingegangen. Es folgen Formen von psychologischen Therapieverfahren: Kognitive Verhaltenstherapie, tiefenpsychologische Verfahren, Entspannungstherapie, Biofeedback und Hypnosebehandlung. Danach werden die sog. ergänzenden Verfahren wie Imagination, Feldenkrais-Methode und Musiktherapie betrachtet. Abschließend geht es um einen Aspekt, der immer mehr an Bedeutung gewinnt: die Zusammenarbeit der verschiedenen Gesundheitsberufe bzw. die Kombination der verschiedenen Behandlungsmethoden auf Basis des bio-psycho-sozialen Modells der Schmerzentstehung und deren Chronifizierung. -
6. Erfahrungsberichte mit Schmerzpatienten
Hans-Günter Nobis, Carmen Franz, Paul NilgesZusammenfassungTherapeuten berichten sehr individuell über die Erfahrung mit ihren Schmerzpatienten: das gegenseitige Kennenlernen von Patient und Arzt, das Hinführen zu neuen Therapieformen, die Begleitung während der Therapie und von Niederlagen und Erfolgen dabei. -
7. Wo finden Schmerzpatienten Hilfe?
Heike Norda, Stephan PanningZusammenfassungOft ist es nicht einfach, die schnellsten Wege zum besten Ansprechpartner oder den richtigen Versorgungsstrukturen für eine gute Schmerzbehandlung zu finden. Eine wichtige Rolle spielen neben Ärzten mit der Zusatzbezeichnung „spezielle Schmerztherapie“ auch auf Schmerz spezialisierte Psychotherapeuten und andere Berufsgruppen wie die Physiotherapie und Pflege. Je nach eigener Bewegungsmöglichkeit des Patienten kann der Besuch einer Schmerzklinik mit einem mehrwöchigen Aufenthalt sinnvoll sein. Alternativen sind Schmerzambulanzen oder erweiterte Angebote in Schmerztageskliniken. In allen genannten Strukturen finden interdisziplinäre Schmerzkonferenzen statt, in denen Ärzte verschiedener Fachgebiete wie etwa der Anästhesiologie, Orthopädie oder Neurologie zusammen mit Psychologen und weiteren Berufsgruppen über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Schmerzen ihrer Patienten beraten. -
Backmatter
- Titel
- Schmerz – eine Herausforderung
- Herausgegeben von
-
Hans-Günter Nobis
Roman Rolke
Toni Graf-Baumann
- Copyright-Jahr
- 2016
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Electronic ISBN
- 978-3-662-48974-1
- Print ISBN
- 978-3-662-48973-4
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-662-48974-1
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