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2016 | Anästhesie- und Intensivpflege | Buch

Neonatologische und pädiatrische Intensiv- und Anästhesiepflege

Praxisleitfaden

verfasst von: Dagmar Teising, Heike Jipp

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch


Diese Buch richtet sich an Pflegende auf Neugeborenen- und Kinderintensivstationen sowie in der Anästhesie und bietet alle relevanten Inhalte der Fachweiterbildung und umfangreiches Wissen für die tägliche Arbeit mit den Patienten.
Die Durchführung von allgemeinen und speziellen Pflegemaßnahmen in der neonatologischen und pädiatrischen Intensivpflege erfordert besondere fachliche und psychosoziale Fähigkeiten. Meistern Sie diese Herausforderung und lernen Sie von den erfahrenen Autorinnen alle wesentlichen Aspekte für die Praxis. Übersichtliche Checklisten ermöglichen Ihnen einen schnellen Zugang zu den wichtigen Informationen und erleichtern den Einstieg in diesen anspruchsvollen Aufgabenbereich.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Allgemeine Pflege
Zusammenfassung
Die Übernahme der gesamten Grundpflege sowie die Anwendung prophylaktischer Maßnahmen gehören zu den wichtigsten Tätigkeiten einer Intensivpflegekraft. Dabei müssen in der pflegerischen Versorgung altersspezifische Unterschiede und Besonderheiten, vor allem bei beatmeten Intensivpatienten, berücksichtigt werden. Durch eine gute Planung und Organisation der pflegerischen Versorgung und die Integration der Konzepte der Basalen Stimulation und der Kinästhetik kann die Pflegekraft die Belastungen für den Patienten minimieren und ihm Orientierung und Sicherheit vermitteln. Um in Notfallsituationen alles Notwendige griff- und einsatzbereit zu haben, ist ein einheitlich aufgebauter und vollständig aufgerüsteter Patientenplatz Voraussetzung und muss daher vor jeder Schicht kontrolliert werden.
Dagmar Teising
2. Spezielle Pflege
Zusammenfassung
In der Intensivpflege werden für bestimmte Aufgaben bei den Patienten, die beatmet oder auch relaxiert sind, spezielle Kenntnisse verlangt. Dazu gehören Sauerstofftherapie, der Umgang mit Blasenkathetern, unterschiedlichen Stomata, wie Tracheo-, Gastro- oder Enterostoma, das Aufziehen von Infusionen und der Umgang mit speziellen Medikamenten wie Zytostatika. Ferner zählen die Überwachung eines Patienten bei Transfusionen und die Vorbereitung und Begleitung eines Patiententransports zu den besonderen Aufgaben einer Intensivpflegekraft. Da die vielen notwendigen Manipulationen und Eingriffe für einen Intensivpatienten sehr belastend, häufig auch mit Schmerzen verbunden sind, werden Kenntnisse im Bereich Stress- und Schmerzmanagement benötigt. Magenspülungen bei Ingestionen bzw. Intoxikationen sowie Blutreinigungsverfahren, wie die Peritonealdialyse, Hämofiltrationen und Austauschtransfusionen sind eher seltener angewendete Verfahren, grundlegende Kenntnisse sollten aber auch hier vorhanden sein.
Dagmar Teising
3. Pflege bei pulmonologischen Krankheitsbildern
Zusammenfassung
Zu den wichtigsten pulmonologischen Erkrankungen in der Neonatologie gehört das Atemnotsyndrom, bei dem die Surfactantsubstitution eine wesentliche prophylaktische und therapeutische Bedeutung hat. Trotz Optimierung der Therapie kann sich vor allem bei extremer Frühgeburtlichkeit als Spätfolge eine Bronchopulmonale Dysplasie entwickeln. Die Betreuung dieser Kinder stellt hohe Anforderungen an das Behandlungsteam sowie die Angehörigen. In der Pädiatrie gehört die Therapie und Pflege eines Patienten mit ARDS zu den anspruchsvollen und aufwendigen Aufgaben des Intensivpersonals. Status asthmaticus, eine Fremdkörperaspiration, akute stenosierende Laryngotracheobronchitis oder Epiglottitis, Krankheitsbilder, die zu den häufigsten pulmonologischen Notfällen im Kindesalter zählen, sind in der Regel gut zu therapieren. Eine persistierende pulmonale Hypertension oder Mekoniumaspiration sind weitere Erkrankungen in der Neonatologie, die besondere Kenntnisse erfordern.
Dagmar Teising
4. Pflege bei chirurgischen Erkrankungen
Zusammenfassung
Bauchwanddefekte gehören zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Spezielle Kenntnisse sind nötig, um eine adäquate Erstversorgung aber auch die prä- und postoperative Betreuung zu gewährleisten. Bei den gastrointestinalen Entwicklungsstörungen ist vor allem die Therapie einer langstreckigen Ösophagusatresie schwierig und pflegerisch aufwendig. Die Letalität einer kongenitalen Zwerchfellhernie liegt noch immer bei ca. 50 % und hängt u. a. von der Qualität der Erstversorgung und primären Intensivtherapie ab. Bei einer Myelomeningozele sind unterschiedliche Organsysteme betroffen, die Folge sind lebenslange körperliche Beeinträchtigungen. Langwierige urologische Probleme ergeben sich auch nach einer Blasenekstrophie oder der komplexeren vesikointestinalen Fissur. Die chirurgische Versorgung von schwereren Verbrennungen/Verbrühungen sollte nur in speziellen Brandverletztenzentren stattfinden, leichtere Fälle müssen auf jeder pädiatrischen Intensivstation behandelt werden können.
Dagmar Teising
5. Neurologische Intensivpflege
Zusammenfassung
Zu den wichtigsten Instrumenten der neurologischen Beurteilung eines Patienten gehören die Glasgow-Coma-Scale sowie die Pupillenkontrolle. Diese werden z. B. bei Patienten mit einem Schädel-Hirn-Trauma oder nach einem Ertrinkungsunfall angewendet. Durch eine gute Beobachtung und optimale Betreuung können bei diesen Patienten vor allem sekundäre Komplikationen verhindert werden. Patienten mit einer akuten Querschnittlähmung sollten primär in speziellen Zentren versorgt werden, bis eine Entlassung möglich ist. Bei später auftretenden akuten Problemen erfolgt meist eine Einweisung in die nächstliegende Klinik, weshalb jede Intensivpflegekraft Grundkenntnisse zu diesem Krankheitsbild besitzen sollte. Der Diabetes mellitus ist zwar eine endokrinologische Erkrankung, eine Aufnahme auf der Intensivstation erfolgt in der Regel, wenn es zu Bewusstseinseintrübungen wie dem diabetischen Koma kommt und die Gefahr von zerebralen Schäden besteht.
Dagmar Teising
6. Kardiologie
Zusammenfassung
Die Versorgung von Kindern mit angeborenen Herzfehlern erfolgt in speziellen Zentren. Da aber nicht alle Vitien pränatal bekannt sind, sollte jede Pflegekraft Grundkenntnisse im Bereich der kardiologischen Pflege besitzen. Es wird zwischen azyanotischen, z. B. Scheidewanddefekte, Gefäßstenosen, und den komplexeren zyanotischen Herzfehlern unterschieden, wie z. B. Fallot-Tetralogie oder Transposition der großen Gefäße. Bei duktusabhängigen Vitien ist eine Prostaglandin-E1-Therapie lebensrettend und muss schon in der Geburtsklinik begonnen werden. Neben bildgebenden Verfahren kann eine Herzkatheteruntersuchung zu diagnostischen Zwecken nötig sein; hierbei können z. B. auch kleinere Scheidewanddefekt verschlossen werden. Kardiologisch tätige Pflegekräfte müssen sich mit der prä- und postoperativen Pflege, aber auch mit externen Herzschrittmachern auskennen, da Rhythmusstörungen zu den häufigeren Komplikationen gehören. Bei inadäquater Therapie besteht die Gefahr einer Herzinsuffizienz.
Dagmar Teising
7. Reanimation
Zusammenfassung
Jeder Arzt und jede Pflegekraft muss den grundlegenden Ablauf einer Reanimation beherrschen. Auf den Intensivstationen benötigt das Personal zusätzlich Kenntnisse zum Advanced-Life-Support-Algorithmus, dessen Inhalte und Abläufe auch immer wieder im Team trainiert werden sollten, da ein koordiniertes und effektives Eingreifen die Überlebenschancen der Notfallpatienten wesentlich verbessert. Hypoxien, zerebrale Traumen aber auch andere außer- oder innerklinische Notfälle können zu schweren Hirnschäden bis hin zum Hirntod führen, der vor allem für die Angehörigen schwer begreifbar ist. Mit der Feststellung des Hirntods gilt der Mensch als verstorben und lebenserhaltende Geräte können abgestellt werden. Sofern der Verstorbene einen Organspenderausweis besitzt oder Angehörige dem Willen des Patienten entsprechend einwilligen, ist eine postmortale Organentnahme möglich, die das Leben anderer Patienten retten kann.
Dagmar Teising
8. Versorgung von Früh- und Neugeborenen
Zusammenfassung
Die Qualität der Erstversorgung von Früh- und Neugeborenen beeinflusst nicht nur den Start ins Leben, sondern häufig auch den weiteren Verlauf und die Lebensqualität. Vor allem eine Asphyxie mit ihren zerebralen Folgen gilt es zu vermeiden. Ein postpartaler Transport bedeutet eine zusätzliche Belastung des Neonaten. Er lässt sich leider nicht immer verhindern und sollte von einem kompetenten Team übernommen werden. Die Betreuung von extrem kleinen Frühgeborenen mit ihren vielfältigen Problemen erfolgt in den Perinatalzentren Level 1, die neben dem speziell geschulten interdisziplinären Team auch Fachärzte für die Behandlung schwerwiegender Komplikationen wie der Retinopathia praematurorum, Hirnblutungen, persistierendem Ductus arteriosus oder einer nekrotisierenden Enterokolitis aufweisen können. Dieses kann sich entscheidend auf das Outcome der kleinen Patienten auswirken.
Dagmar Teising
9. Beatmung
Zusammenfassung
Die meisten Intensivpatienten bedürfen einer Beatmung bzw. Atemunterstützung, sei es direkt, bedingt durch die (pulmonale) Erkrankung, oder indirekt aufgrund der starken Beeinträchtigung des Allgemeinzustands. Die Beatmung kann invasiv über einen Endotrachealtubus/-kanüle oder nichtinvasiv über eine Maske bzw. bei Frühgeborenen über einen bi-/mononasalen CPAP erfolgen. Der Umgang mit den verschiedenen Zugangsmöglichkeiten muss jede Intensivpflegekraft beherrschen. Beatmungsgeräte, -formen und -einstellungen für Neonaten und Erwachsene unterscheiden sich, um den speziellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Blutgasanalyse ist dabei ein wichtiges Instrument zur Steuerung der Beatmung. Da ein unsachgemäßer Umgang mit Beatmungsgeräten vitalbedrohend für den Patienten sein kann, dürfen diese nur nach einer umfassenden Geräteeinweisung bedient werden. Zu den Sonderformen der Beatmung zählen die Unterdruckbeatmung, ECMO sowie NO-Beatmung, die meist in speziellen Zentren möglich ist.
Dagmar Teising
10. Apparative und klinische Überwachung
Zusammenfassung
Die apparative und klinische Überwachung gehört zu den Hauptaufgaben einer Pflegekraft. Das moderne Monitoring erleichtert diese Aufgabe sehr, sofern es richtig angewendet und die erfassten Werte auf ihre Plausibilität hin überprüft werden. Daher müssen alle Pflegekräfte in die Patientenüberwachungsgeräte nach der MPBetreibV eingewiesen werden. Das Monitoring umfasst die grundlegenden Vitalparameter wie Herzfrequenz bzw. EKG, Atmung, (nichtinvasiver) Blutdruck und Temperatur. Blutgaswerte (O2 und CO2) können transkutan oder bei Beatmeten über die Kapnometrie (nur CO2) gemessen werden, wodurch weniger Blutentnahmen für Blutgasanalysen notwendig sind. Zu den häufigen invasiven Messmethoden bei kritisch Kranken gehören die arterielle Blutdruck- und die zentrale Venendruckmessung. Der intrakranielle Druck dagegen wird nur selten erfasst, d. h. z. B. bei SHT-Patienten oder bei liegender externer Ventrikeldrainage.
Dagmar Teising
11. Invasive Maßnahmen
Zusammenfassung
Der Umgang mit zentralen Venenkathetern muss jede Intensivpflegekraft beherrschen, da bei Früh- und Neugeborenen primär meistens ein Nabelarterien- und/oder -venenkatheter gelegt wird. Als Alternative kann in Notfallsituationen auch eine intraossäre Kanüle als i. v.-Zugang genutzt werden. Ein Pulmonalarterienkatheter dagegen wird vorwiegend nur bei kardiochirurgischen Patienten zur Überwachung der Herzkreislaufsituation benötigt und sollte frühestmöglich wieder entfernt werden. Da ein Pneumothorax zu den häufigeren Komplikationen auf einer Intensivstation gehört, müssen Kenntnisse im Umgang mit Thoraxdrainagen vorhanden sein; bei Liquorabflussstörungen kann vorübergehend eine externe Ventrikeldrainage notwendig werden. Zu den vorwiegend diagnostischen Maßnahmen gehört die Lumbalpunktion; eine Bronchoskopie kann sowohl zu diagnostischen als auch therapeutischen Zwecken durchgeführt werden.
Dagmar Teising
12. Elternbetreuung
Zusammenfassung
In der Pädiatrie ist die Betreuung der Angehörigen ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Intensivpersonals. Die Anwesenheit und Hilfe der Eltern bei der Versorgung gibt den Kindern Sicherheit, beruhigt sie und fördert den Genesungsprozess. Für die Eltern sind Aufklärungs- und Informationsgespräche oder -broschüren sowie Still-Ratgeber hilfreich, sich auf der Station zu orientieren. Die Pflegekräfte sollten offen für Gespräche sein, kulturelle Unterschiede achten und bereit sein, Angehörige anzuleiten, kleine pflegerische Maßnahmen zu übernehmen, und u. U. Geschwisterkinder altersentsprechend einzubeziehen. Die Begleitung eines sterbenden Kindes fordert ein Team im besonderen Maße. Kenntnisse wie z. B. über die Trauerphasen nach Kübler-Ross können hier hilfreich sein. Die notwendigen Maßnahmen beim Tod eines Kindes, wie die grundsätzliche Versorgung sowie die Besonderheiten im Hinblick auf Obduktion oder Transplantation, sollten bekannt sein.
Dagmar Teising
13. Anästhesie: Einführung
Zusammenfassung
Da Kinder keine kleinen Erwachsenen sind, müssen viele anatomisch-physiologische Besonderheiten während einer Narkose beachtet werden. Hierzu gehören die Atemwege, das Herz-Kreislaufsystem, der Wasser- und Elektrolythaushalt sowie die Temperaturregulierung. Alle diese Besonderheiten bedürfen spezieller Maßnahmen im OP und Aufwachraum, die in diesem Kapitel beschrieben werden. Gleichzeitig stellen die pädiatrische Patientengruppe und ihre Angehörigen hohe Anforderungen an ein Anästhesieteam.
Heike Jipp
14. Präoperative Vorbereitung
Zusammenfassung
Neben der präoperativen Informationssammlung über die Krankengeschichte des Patienten sind für eine sichere Kindernarkose auch die Einstufung des Narkoserisikos (ASA), die Festlegung der Dringlichkeit und Nüchternzeit sowie eine rechtssichere Aufklärung und Einwilligung von hoher Bedeutung. Ein strukturierter Ablauf soll unter Zuhilfenahme von Checklisten die optimale Patientensicherheit gewährleisten. Eine auf die Narkose abgestimmte Überwachung und das kinderspezifische Material wie Masken, Tuben, Larynxmasken, Narkosegeräte sind die Grundvoraussetzungen für eine Kindernarkose. Zusätzlich muss sich das Anästhesieteam auch immer auf Besonderheiten, wie z. B. eine schwierige Intubation, vorbereitet haben.
Heike Jipp
15. Narkoseeinleitung
Zusammenfassung
Es können unterschiedlichste Narkoseeinleitung bei Kindern gewählt werden. Neben der intravenösen Einleitung ist eine inhalative Einleitung (z. B. mit Sevofluran), eine rektale oder auch intramuskuläre Einleitung möglich. Jede Einleitungsform erfordert ganz spezielle Verhaltensweisen vom Anästhesieteam. Dieses Kapitel beschreibt die jeweiligen Vor- und Nachteile einer Einleitungsform sowie den Ablauf und die Kontraindikationen. Eine Besonderheit stellt in der Kinderanästhesie die „Nicht-nüchtern-Einleitung“ (RSI) dar. Nicht nur aufgrund der Anatomie kann es zu erwarteten, aber auch unerwarteten Intubationsschwierigkeiten bei Kindern kommen. Die unterschiedlichen Handlungsoptionen werden beschrieben.
Heike Jipp
16. Narkoseführung
Zusammenfassung
Die totale intravenöse Anästhesie (TIVA) bietet unter Berücksichtigung der Umverteilungsprozesse große Vorteile. Die balancierte Anästhesie ist eine weitere Option der Narkoseführung, die mit ihren Vor- und Nachteilen beschrieben wird. Neben der Nutzung volatiler Anästhetika ist vor allem die Neuroleptanästhesie für Früh- und Neugeborene geeignet. Für alle Narkosen gilt jedoch, dass die Narkosetiefe den Stimuli angepasst sein muss, um die Inzidenz für Wachheitszuständen oder intraoperativem Stress zu senken. Der Narkosemittelbedarf wird entsprechend angepasst, sodass auch keine zu tiefe Narkose auf den Patienten einwirkt.
Heike Jipp
17. Ausleitung einer Narkose
Zusammenfassung
Die Ausleitung einer Narkose ist standardisiert und geplant. Hierzu gehören die postoperative Lagerung und die Extubation unter Beachtung von möglichen Medikamentenüberhängen (z. B. Relaxans, Opiat, Benzodiazepin). Zusätzlich werden Handlungsschemata für die typischen unerwünschten Zwischenfälle in der Kinderanästhesie beschrieben. Ursachen, Symptome und Maßnahmen sowie mögliche Prophylaxen gilt es für den Laryngospasmus, den Bronchospasmus, die Hypoxie aufgrund verminderter Ventilation oder die Aspiration präsent zu haben. Eine Besonderheit stellt die sehr selten auftretende maligne Hyperthermie dar, auf die das Personal zwar unbedingt vorbereitet sein sollte, sie aber nur im absoluten Ausnahmefall erleben wird.
Heike Jipp
18. Postoperative Phase und Aufwachraum
Zusammenfassung
Die DGAI stellt an einen Aufwachraum Anforderungen, die es zu erfüllen gilt. Damit ein Kind jedoch in den Aufwachraum verlegt werden kann, müssen nicht nur diese technischen und personellen Anteile erfüllt sein, sondern auch der Patient muss bei der Übernahme medizinische Voraussetzungen erfüllen. Das Personal wird eine Fülle an Parametern im Aufwachraum erheben und dokumentieren. Der Aufwachraum ist durch intensivmedizinische Patientenpflege und psychologische Betreuung von Patienten und Angehörigen geprägt. Typische Komplikationen wie PONV, Muskelzittern, Postintubationskrupp, verzögertes Aufwachen, Aufwachdelir (EA) und postoperative Unruhe können jederzeit auftreten.
Heike Jipp
19. Auswahl rechtlicher Aspekte
Zusammenfassung
Jede Pflegekraft sollte über die rechtlichen Aspekte informiert sein, die relevant sind für die eigene Berufsgruppe, wie z. B. Einhaltung der Schweigepflicht oder korrekte Dokumentation, bzw. für die Arbeit auf der Intensivstation. Anwender-relevante Kenntnisse zum Medizinproduktegesetz sind notwendig, um beim Umgang mit medizinischen Geräten die Sicherheit des Patienten zu gewährleisten. Um sich vor Fehlhandlungen und Haftungsansprüchen zu schützen, sollten Rechte und Pflichten bekannt sein, die bei der Delegation ärztlicher Tätigkeiten an Pflegepersonal bzw. pflegerischer Tätigkeiten von einer Pflegekraft an ihr unterstelltes Personal von Bedeutung sind. Medizinische Eingriffe aber auch bestimmte pflegerische Handlungen können eine Körperverletzung bedeuten und bedürfen bei Minderjährigen der Einwilligung durch die Erziehungsberechtigten; Jugendlichen können jedoch ab einem bestimmten Alter bzw. einer bestimmten geistigen Reife für sich selber entscheiden.
Dagmar Teising
Backmatter
Metadaten
Titel
Neonatologische und pädiatrische Intensiv- und Anästhesiepflege
verfasst von
Dagmar Teising
Heike Jipp
Copyright-Jahr
2016
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-49397-7
Print ISBN
978-3-662-49396-0
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-49397-7