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Viele Versicherte suchen vergeblich nach Pflegedienst

Wie ist es um die ambulante pflegerische Versorgung in Rheinland-Pfalz bestellt? Während das Sozialministerium die Versorgung als gesichert betrachtet, zeichnet der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. ein anderes Bild.

Mobiltelefon und Notizbuch (Symbolbild) © coreay / iStock

In Rheinland-Pfalz ist eine Diskussion um die Situation der ambulanten pflegerischen Versorgung entbrannt. Versicherte berichten über enorme Probleme, insbesondere im ländlichen Bereich einen ambulanten Pflegedienst zu finden. Das rheinland-pfälzische Sozialministerium sieht hingegen keine belastbaren Hinweise auf Versorgungsengpässe.

Diese Schilderungen des Ministeriums kann der Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e.V. nicht nachvollziehen: „Vielmehr liegen gehäuft Fälle vor, in welchen kirchliche, caritative als auch private Pflegeeinrichtungen aus Personalmangel einen Aufnahmestopp für weitere Versicherte in der häuslichen Versorgung aussprechen mussten“, erklärte jetzt die Landesvorsitzende Cristina Krause-Mohr, selbst Betreiberin eines Pflegedienstes. Viele Pflegedienste würden Rückmeldungen von Versicherten und Angehörigen erhalten, dass diese sich schon an zahlreiche Einrichtungen vergeblich gewandt hätten.

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Versorgungsengpässe in Rheinland-Pfalz an der Tagesordnung?

Die Relevanz des Themas zeigen nach Auffassung des bad e.V. zudem die „immer wiederkehrenden Medienberichte, die die zunehmende Belastung sowie den Zeitdruck in ambulanten Pflegeeinrichtungen schildern.“ Dass Versorgungsengpässe auch in Rheinland-Pfalz längst an der Tagesordnung sind, wird aus Sicht des bad-Landesvorstands auch durch Projekte wie die „Gemeindeschwester Plus“ bestärkt. Ferner sei dies auch ein Grund, weshalb sich der Landesvorstand in den laufenden Verhandlungen über einen neuen Rahmenvertrag nach § 132a SGB V so vehement für eine Öffnung der Qualifikationsanforderungen in Bezug auf die Behandlungspflege einsetzt. So fordert der Verband insbesondere die Aufnahme der Medizinischen Fachangestellten in die Liste geeigneter Personen.

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte der Verband fünf Sofort-Forderungen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels in der Pflege aufgestellt und an die Verantwortungsträger der Parteien verschickt. Diese Forderungen finden Sie hier als PDF.

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Mobiltelefon und Notizbuch (Symbolbild)/© coreay / iStock