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19.10.2020 | Altenpflege | Nachrichten

Altenpflege: Forschungsprojekt zum Erleben von Gemeinschaft

Die Einbindung der Zugehörigen – Familie, Freunde oder nahestehende Personen – in die täglichen Abläufe der stationären Altenpflege ist häufig schwierig. In einem Projekt des Altenheims St. Clara in Salzkotten und der Universität Witten/Herdecke wird dazu ein „Werkzeugkasten“ entworfen.

Altenheim St. Clara in Salzkotten © Universität Witten/HerdeckeAm Projekt beteiligt (v.l.): Anika Hagedorn (wissenschaftliche Mitarbeiterin), Dominique Autschbach (wissenschaftlicher Mitarbeiter), Schwester M. Raphaela vom Hofe und Andreas Cramer (Geschäftsführung) sowie Schwester M. Angela Benoit (Provinzoberin), © Universität Witten/Herdecke

Für Familienangehörige ist es beispielsweise oft eine Herausforderung, Besuche im Pflegeheim mit ihrer Erwerbsarbeit und anderen Verpflichtungen zu koordinieren. Ehrenamtlich Helfende, Schulen oder Kindergärten müssen über Kontaktmöglichkeiten informiert und in regelmäßige Pflegeroutinen und Arbeitsabläufe eingebunden werden. Dabei leisten Zugehörige einen wichtigen Beitrag zur Qualität der Pflege: Häufig kennen Familienangehörige oder langjährige Freunde die Gewohnheiten und Wünsche der Bewohner sehr gut und können dieses Wissen in die Verbesserung von Angeboten einbringen. Nachbarn und Vereinsgemeinschaften ermöglichen den Bewohnern, sich positiv in der Gemeinschaft wahrzunehmen und aktiv ihr Leben zu gestalten. Das Projekt „Communio firmo prosperamus“ hat deshalb das Ziel, einen Werkzeugkasten zu entwickeln, um die Gemeinschaft von Bewohnern, Zugehörigen sowie Mitarbeitern in der stationären Altenhilfe zu stärken.
Die Initiative zu diesem Projekt geht vom Altenheim St. Clara in Salzkotten aus, welches das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke ausgearbeitet hat. Das Haus St. Clara bringt in Bezug auf Gemeinschaftsleben eine besondere Voraussetzung mit, denn die Einrichtung ist aus einem Konvent heraus entstanden und befindet sich auch weiterhin im gleichen Gebäude. Hier leben gemeinsam Ordensschwestern und Nicht-Ordensangehörige sowohl als Bewohner als auch als Betreuungs-, Hauswirtschafts- und Pflegepersonal.

Weitere Altenpflegeinrichtungen sollen profitieren

Das Forschungsprojekt wird mit Mitteln der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördert. Während der dreijährigen Projektlaufzeit wird eine Gruppe aus praxiserfahrenen Altenpflegern sowie Pflegewissenschaftlern die spezifischen Bedarfe aller Gruppen evaluieren, dann werden in gemeinsamen Workshops mit allen Beteiligten konkrete Maßnahmen entwickelt und eingeführt. Die erprobten Konzepte sollen anschließend auch weiteren Altenpflegeeinrichtungen zur Verfügung gestellt werden. (ub)

uni-wh.de



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