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Sensorische Aktivierung

Ein ganzheitliches Förderkonzept für hochbetagte und demenziell beeinträchtigte Menschen

Über dieses Buch

Das Buch beschreibt ein innovatives ganzheitliches Förderkonzept für hochbetagte Menschen und Menschen mit dementieller Beeinträchtigung mit dem Ziel der Aufrechterhaltung und Wiederherstellung wichtiger Alltagskompetenzen. Kernstück des Buches ist der umfangreiche, in der Neuauflage aktualisierte, Praxisteil, der einen Fundus an bereits im Berufsalltag erprobten Stundenbildern zur Gestaltung von Förder- und Aktivierungseinheiten bietet. Diese können als 1:1-Anleitungen oder als Impulsgeber zur Entwicklung eigener Gruppen- und Einzelstunden genutzt werden. Mit Hilfe von zielgerichteter Lebensraumgestaltung, Kurzaktivierung im Pflegealltag und zusätzlicher Förderangebote können Lebensqualität und Gesundheit positiv beeinflusst und das pflegende Personal entlastet werden. Dies trägt wesentlich zu einer optimalen Nutzung von Ressourcen und zu einer Verbesserung der Betreuungsstandards im Sinne einer qualitativ hochwertigen Aktivierung, sozialen Betreuung und Pflege bei, in deren Mittelpunkt der Mensch steht. Das Buch richtet sich unter anderem an Aktivierungsfachpersonal im Bereich der psychosozialen Betreuung, Pflegepersonal aller Sparten sowie ehrenamtliche Mitarbeiter.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Theorie

    1. Frontmatter

    2. 1. Einleitung

      Lore Wehner, Ylva Schwinghammer
      Zusammenfassung
      Der Begriff Sensorik kommt von »sensorisch«, »sensible Wahrnehmung«. Im deutschen Sprachgebrauch steht Sensorik vor allem für Geruchs- und Geschmackssinn verwendet. Sensorik ist Sammelbegriff für die Gesamtheit der Sinnesorgane eines Lebewesens.
    3. 2. Biografiearbeit–Grundlage der Aktivierung

      Lore Wehner, Ylva Schwinghammer
      Zusammenfassung
      Grundlage jeglicher Arbeit im Bereich der psychosozialen Betreuung, Aktivierung und Förderung ist eine lebendige, als Entwicklungsprozess gesehene und von allen Berufsgruppen gemeinsam getragene Biografiearbeit. Darunter fällt die personenzentrierte und bedürfnisorientierte biografische Aktivierung, die unerlässlich ist. Erst damit können wir als Aktivierungsfachpersonal Hauptziele und Nebenziele definieren und davon Pflege-, Förder- und Aktivierungsmaßnahmen ableiten.
    4. 3. Sensorische Aktivierung im Pflegealltag

      Lore Wehner, Ylva Schwinghammer
      Zusammenfassung
      Aktivierung bedeutet bewusste, gezielte, achtsame Zuwendung zu einzelnen Personen oder Gruppen auf mehreren Bedürfnisebenen mit dem Ziel, die Grundbedürfnisse der Menschen zu stillen, die für das Wohlbefinden und damit für die Lebensqualität im Alter von großer Bedeutung sind.
    5. 4. Exkurs Demenz

      Lore Wehner, Ylva Schwinghammer
      Zusammenfassung
      Das Wort »Demenz« stammt vom lateinischen »dementia« und bedeutet so viel wie »ohne Geist« bzw. »ohne Verstand sein«. Mit Demenz bezeichnet man Störungen auf kognitiver, psychischer und motorischer Ebene, die so schwerwiegend sind, dass der betroffene Mensch in den meisten Aktivitäten im täglichen Leben eingeschränkt wird.
    6. 5. Montessori für Senioren

      Lore Wehner, Ylva Schwinghammer
      Zusammenfassung
      Leben bedeutet, jeden Lebensabschnitt mit allen Sinnen zu erleben, zu spüren, wahrzunehmen. Es bedeutet auch, in einem Alten-/Pflegeheim weiterhin selbstbestimmt leben zu können. Bei dem Projekt »Montessori für Senioren« stehen, neben dem Abhalten von Fördereinheiten in Gruppenstunden und Einzelfördereinheiten, vor allem die Gestaltung des Tagesablaufes und des Lebensumfeldes, die emotionale Zuwendung in Pflegesituationen, das bewusste Leben von Ritualen, sowie das Pflegen verschiedenster Feiern im Jahreskreis im Mittelpunkt. Soweit dies in einem Alten-/Pflegeheim möglich ist, werden dabei der Lebensrhythmus des Menschen, seine individuellen Gewohnheiten und Bedürfnisse berücksichtigt.
    7. 6. Implementierung des Schwerpunktes Montessori in Institutionen

      Lore Wehner, Ylva Schwinghammer
      Zusammenfassung
      Ein würdevolles Leben im Alter bedeutet, ein sinnvolles Leben zu führen. Gewohnte Tätigkeiten, wie z. B. Kaffee mahlen, Tee zubereiten, Silber putzen, Blumenpflege und weitere Übungen des täglichen Lebens, zu denen auch die Körperpflege gehört, sind ein Teil des Konzeptes »Montessori für Senioren« und sollen auch weiterhin den Menschen im Alltag begleiten. Einen Schwerpunkt bildet die Arbeit mit Sinnes- und Fördermaterialien aus dem Alltag, wie z. B. vertraute Gegenstände, ein Erinnerungskoffer, eine Kräuterkiste etc., die eine ganzheitliche Aktivierung sowie eine Erinnerungsarbeit der anderen Art bewirken.
    8. 7. Motogeragogik – Psychomotorische Aktivierung für Senioren

      Lore Wehner, Ylva Schwinghammer
      Zusammenfassung
      Motogeragogik ist eine gute Möglichkeit, die Arbeit mit Senioren bzw. hochaltrigen Menschen mit demenzieller Beeinträchtigung zu bereichern, indem man Menschen fördert, zum Tun anregt oder sie einfach unterstützt. Die Bewahrung aller Kompetenzen (wie z. B. der Alltagskompetenz) stellt dabei, wie überall im geragogischen Bereich, einen wesentlichen Schwerpunkt der Arbeit dar. Gedächtnistraining durch Sinnes- oder Schlüsselreize, aktive Erinnerungsarbeit, Förderung der Wortfindung, des Sprachschatzes etc. sind wichtige Bestandteile dieses ganzheitlichen Angebots, das auf den Menschen in seinem momentanen Entwicklungsstand, seiner jeweiligen Kranken- und Lebensgeschichte eingeht.
  3. Praxis

    1. Frontmatter

    2. 8. Inspiration Stundenbilder

      Lore Wehner, Ylva Schwinghammer
      Zusammenfassung
      Im Folgenden finden Sie Stundenbilder, die Ihnen sowohl als 1:1-Anleitung in Ihrem beruflichen Alltag, als auch als Inspiration für Ihre eigenen, weiterentwickelten und kreativen Ideen zur Gestaltung Ihrer Aktivierungseinheiten dienen können. Die Tabelle, in welche die Stundenbilder eingearbeitet sind, kann und soll als Vorlage fungieren und Sie in Ihrer Vorbereitung bestmöglich unterstützen.
    3. 9. Stundenbilder – Beispiele für Montessorieinheiten

      Lore Wehner, Ylva Schwinghammer
      Zusammenfassung
      Im nachfolgenden Teil finden Sie weitere Montessori-Stundenbilder, die in dieser Form schon durchgeführt und erprobt wurden. Sie können diese anhand der Ablaufbeschreibungen auf Ihrer Station, in Ihrem Haus anbieten, durchführen oder als Anregung und Ideensammlung nutzen, um eigene Montessorieinheiten zu kreieren
    4. 10. Arbeitsmaterialien

      Lore Wehner, Ylva Schwinghammer
      Zusammenfassung
      Bedürfnisse zu erkennen, darauf einzugehen, zu reagieren und danach zu handeln bedeutet, den Menschen anzunehmen. Bedürfnisse ernst zu nehmen bedeutet, den Menschen bewusst zu begegnen.
    5. Erratum

      Lore Wehner, Ylva Schwinghammer
      Zusammenfassung
      In den Kapitel 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 fehlten die Angaben zu den Urheberrechten der Fotos.
  4. Backmatter

Titel
Sensorische Aktivierung
Verfasst von
Lore Wehner
Ylva Schwinghammer
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-49799-9
Print ISBN
978-3-662-49798-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-49799-9

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