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01.10.2016 | Originalien | Ausgabe 7/2016

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 7/2016

Alt und offline?

Befunde zur Nutzung des Internets durch Menschen ab 65 Jahren in der Schweiz

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 7/2016
Autoren:
MA Alexander Seifert, lic. phil. Hans Rudolf Schelling

Zusammenfassung

Hintergrund

Informations- und Kommunikationsangebote konzentrieren sich immer mehr auf das Internet. Während die Altersgruppen bis 64 Jahre seit 1997 einen starken Anstieg der Nutzung aufweisen, bleibt die intensive Internetnutzung der Altersgruppe ab 65 Jahren nicht nur in der Schweiz zurück. Vor diesem Hintergrund und mit dem Interesse, mehr über die Bedingungen der Internetnutzung/-nichtnutzung älterer Menschen zu erfahren, wurden 2009 und 2014 in der Schweiz 2 repräsentative Befragungsstudien durchgeführt.

Material und Methoden

Die Erhebung erfolgte als standardisierte telefonische Befragung in der gesamten Schweiz. Die Stichprobe (2014) bildeten 1037 Personen im Alter zwischen 65 und 100 Jahren.

Ergebnisse

Die digitale Spaltung der Altersgruppen hat sich zwar in den letzten Jahren verringert, dennoch nutzten im Herbst 2014 erst 55,7 % der befragten älteren Personen das Internet. Die Internetnutzung differiert weiterhin stark zwischen den Altersgruppen. Ressourcen wie Bildung, Einkommen und Gesundheit wirken förderlich auf die tatsächliche Internetnutzung. Darüber hinaus beeinflussen ein Zuraten aus dem sozialen Umfeld, die eigene Technikaffinität und eine positive Nutzenbewertung die Internetnutzung. Insbesondere Sicherheitsbedenken und Benutzungsschwierigkeiten wurden als Gründe für die Nichtnutzung des Internets angegeben. Ein Teil der befragten Personen fühlt sich bei der Nichtnutzung des Internets aus der Gesellschaft ausgeschlossen.

Schlussfolgerung

Die Internetnutzung im Alter hängt von individuellen und sozialen Ressourcen sowie von der generellen Einstellung zu Technik und spezifischen Nutzenerwartungen ab. Auch wenn in Zukunft die digitale Spaltung geringer wird, sollte eine Ausgrenzung der heutigen älteren „Offliner“ vermieden werden.

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Literatur
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