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01.04.2014 | Beiträge zum Themenschwerpunkt | Ausgabe 3/2014

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 3/2014

Affektverläufe in einer internetbasierten Schreibtherapie für ältere Kriegstraumatisierte

Ein inhaltsanalytischer Ansatz

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 3/2014
Autoren:
M. Böttche, PD Dr. H. Berth, Prof. Dr. C. Knaevelsrud, PD Dr. P. Kuwert

Zusammenfassung

Hintergrund

Der Wirksamkeitsnachweis des therapeutischen Ansatzes der Schreibtherapie zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) erweitert den Fokus und ermöglicht die Betrachtung einzelner Therapiekomponenten sowie die schriftliche Umsetzung dieser auf der Wortebene. Bisherige Inhaltsanalysen zeigten, dass diese Primärdatenauswertungen wertvolle neue Erkenntnisse ergaben, die Einblicke in das Therapiegeschehen über das Niveau von Fragebogendaten hinaus ermöglichen.

Methoden

Es wurden Therapietexte von 51 Patienten unter Verwendung des Affektiven Diktionärs Ulm (ADU) inhaltsanalytisch ausgewertet. Ziel dieser Arbeit ist es, Unterschiede in therapeutischen Komponenten auf der Wortebene aufzuzeigen.

Ergebnisse

Es konnten Unterschiede in der Häufigkeit der Verwendung von Affekten zwischen den Therapiekomponenten festgestellt werden. In Texten zur Traumaexposition wurde eine signifikant erhöhte Verwendung belastender Wortkategorien (Furcht, Depression und Ängstlichkeit) im Vergleich zu Texten der biographischen Rekonstruktion ausgemacht. Innerhalb der Texte zur kognitiven Umstrukturierung findet sich im Vergleich zur biographischen Rekonstruktion und zur Traumaexposition die höchste affektive Dichte bezogen auf negative (Depression, Ängstlichkeit und Furcht) sowie positive (Liebe, Zufriedenheit, Freude) Affekte. Patientenmerkmale (Geschlecht, Bildung, Alter, Partnerschaft) hatten keinen Einfluss auf die Ausprägung der affektiven Dichte.

Schlussfolgerungen

Die quantitative Inhaltsanalyse scheint ein vielversprechender Ansatz zu sein, Komponenten der Schreibtherapie auf der affektiven Vokabularebene aufzeigen und unterscheiden zu können. Der vorgestellte Ansatz zeigt eine mögliche Erweiterung aktueller Praxis- und Forschungsanliegen auf.

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Literatur
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