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Erschienen in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 8/2016

21.12.2015 | Originalien

Ärztliche Versorgung von Pflegeheimbewohnern

Ergebnisse der Studie „Inappropriate medication in patients with renal insufficiency in nursing homes“

verfasst von: MPH PD Dr. Guido Schmiemann, Prof. Dr. med. Stefan Herget-Rosenthal, MPH Prof. Dr. P.H. Falk Hoffmann

Erschienen in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie | Ausgabe 8/2016

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Zusammenfassung

Hintergrund

In Deutschland leben ungefähr 800.000 Menschen in Pflegeeinrichtungen. Die ärztliche Versorgung erfolgt durch ambulant tätige Haus- und Fachärzte. Während nahezu alle Bewohner regelmäßigen Kontakt zu Hausärzten haben, gilt dies für andere Facharztgruppen nur in unterschiedlichem Ausmaß.

Ziel der Arbeit

In der vorliegenden Untersuchung wurde die haus- und fachärztliche Versorgung erhoben und mit vorhandenen Diagnosen verglichen.

Material und Methoden

Wir führten zwischen Oktober 2014 und April 2015 eine Querschnittsstudie in Bremer und umliegenden Pflegeheimen durch. Die anonymisierte Datenerhebung auf Basis der Bewohnerakte erfolgte durch Pflegekräfte vor Ort. Es wurde erfasst, ob die Bewohner in den vergangenen 12 Monaten mindestens einmal Kontakt zu den entsprechenden Arztgruppen hatten [Antwortkategorien: a) nein, b) ja, er hat den Arzt besucht und c) ja, der Arzt kam ins Heim]. Analysen wurden stratifiziert nach Alter, Geschlecht und Pflegestufe durchgeführt sowie bei Bedarf nach Demenz bzw. weiteren Begleiterkrankungen.

Ergebnisse

Insgesamt nahmen 852 Bewohner aus 21 Heimen an der Studie teil (Durchschnittsalter: 83,5 Jahre; 76,5 % weiblich). Eine Demenz lag bei 57,7 % vor. Nahezu alle Bewohner hatten in den letzten 12 Monaten ihren Hausarzt gesehen, bei 96,9 % kam dieser ins Heim. Insgesamt hatte mehr als die Hälfte (54,5 %) keinen Kontakt zu einem Zahnarzt. (Dieser kam bei 25,4 % der Studienteilnehmer ins Heim, und 20,1 % suchten diesen in der Praxis auf). Neurologen bzw. Psychiater besuchten sehr häufig die Bewohner im Heim (47,4 %), und nur selten kamen die Bewohner in die Praxis (4,5 %). Je höher die Pflegestufe bzw. je jünger die Bewohner waren, desto häufiger wurden sie von Neurologen bzw. Psychiatern im Heim besucht. Insgesamt deutlich niedriger war die Kontakthäufigkeit zu Augenärzten (29,3 %) und Urologen (20,5 %). Die Diagnose eines Diabetes mellitus hatte keinen Einfluss auf die Kontaktrate zu Augenärzten.

Schlussfolgerung

Die fachärztliche Versorgung von Pflegeheimbewohnern ist durch eine große Varianz gekennzeichnet. Neben einer hohen Versorgung durch Hausärzte gibt es Hinweise für eine augen- und zahnärztliche Unterversorgung.
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Metadaten
Titel
Ärztliche Versorgung von Pflegeheimbewohnern
Ergebnisse der Studie „Inappropriate medication in patients with renal insufficiency in nursing homes“
verfasst von
MPH PD Dr. Guido Schmiemann
Prof. Dr. med. Stefan Herget-Rosenthal
MPH Prof. Dr. P.H. Falk Hoffmann
Publikationsdatum
21.12.2015
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie / Ausgabe 8/2016
Print ISSN: 0948-6704
Elektronische ISSN: 1435-1269
DOI
https://doi.org/10.1007/s00391-015-1010-0

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