Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

18.04.2018 | Originalien

Advance Care Planning: Eine qualitative Untersuchung zur Patientenperspektive bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Autoren:
Dr. PH Lena Werdecker, Matthias Kujawa, MPH Prof. Dr. med. Nils Schneider, Dr. med. Gerald Neitzke

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Hospiz- und Palliativgesetz (2015) fördert Advance Care Planning (ACP) in Pflegeheimen. Aber auch Menschen mit chronisch-progredienten Erkrankungen im häuslichen Umfeld können von ACP profitieren.

Ziel der Arbeit (Fragestellung)

Ziel der Studie ist es, die Wahrnehmung und Bedeutung von ACP-Beratungsgesprächen aus Sicht von Patienten mit einer fortgeschrittenen Herzinsuffizienz zu analysieren.

Material und Methoden

Patienten (70 Jahre und älter) mit einer fortgeschrittenen Herzinsuffizienz haben an 2 ärztlich geführten ACP-Beratungsgesprächen teilgenommen. Anschließend wurden 2 evaluative Interviews mit jedem Teilnehmenden geführt. Die Analyse der Beratungsgespräche und Interviews orientierte sich an der Grounded Theory unter Berücksichtigung des Kodierparadigmas mit anschließender empirisch begründeter Typenbildung.

Ergebnisse

Dreißig Patienten nahmen an mindestens einem ACP-Gespräch teil; ein erstes Interview wurde mit 18 Teilnehmenden geführt. Das Gelingen von ACP hängt nicht nur von der Beratung selbst ab, sondern auch von spezifischen Voraussetzungen auf Patientenseite: bisherige Auseinandersetzung mit individueller Vorausplanung, der Erkrankung und den Themen „Tod und Sterben“ sowie gewünschter und erfahrener Grad der Mitbestimmung bei gesundheitlichen Entscheidungen. Aus Patientenperspektive liegt der Erfolg von ACP-Beratung nicht nur in der Erstellung von Vorsorgedokumenten, sondern auch in einer informierten Ablehnung von Vorsorge oder dem Schaffen neuer Voraussetzungen für zukünftige Vorausplanung.

Diskussion

Die Inhalte und Gesprächsführung bei ACP-Beratungen müssen auf individuelle Bedürfnisse der Patienten ausgerichtet werden. Die Ablehnung einer Auseinandersetzung mit Vorausplanung und einer schriftlichen Festlegung von Behandlungspräferenzen sind zu respektieren. Die Patientenperspektive ist bei der Entwicklung zukünftiger ACP-Interventionen stärker zu berücksichtigen.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Sie möchten Zugang zu diesem Inhalt erhalten? Dann informieren Sie sich jetzt über unsere Produkte:

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

• Themenbezogene Hefte behandeln Fragen der Gerontologie, der Biologie und Grundlagenforschung des Alterns und der geriatrischen Forschung

• Erweitert mit Beiträgen zu Therapie, Psychologie und Soziologie sowie der praktischen Altenpflege.  

• Hot topics von Experten knapp, aussagekräftig und provokativ kommentiert

Literatur
Über diesen Artikel
  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.


    Sollte ich von der Zeitschrift nicht überzeugt sein, teile ich Ihnen dies bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des dritten Heftes mit.
    Wenn ich die Zeitschrift weiterlesen möchte, brauche ich nichts zu tun und bekomme dann das Jahresabonnement dieser Zeitschrift zum Gesamtpreis von 248,- € im Inland (Abonnementpreis 219,- € plus Versandkosten 29,00 €) bzw. 265,- € im Ausland (Abonnementpreis 219,- € plus Versandkosten 46,00 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 20,67 € im Inland bzw. 22,08 € im Ausland.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.


    Alle genannten Preise verstehen sich inklusiver deutscher gesetzlicher Mehrwertsteuer.
    In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Wenn das Jahresabonnement nicht bis spätestens 30 Tage vor Ende des Bezugszeitraumes gekündigt wird, verlängert es sich automatisch jeweils um ein weiteres Jahr.

    Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.